Keine Aufenthaltserlaubnis trotz Lebenspartnerschaft und drohender Verfolgung im Heimatland

Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und MigrantInnen e.V.

Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und MigrantInnen e.V.

Trotz eingetragener Lebenspartnerschaft in Deutschland und drohender Verfolgung in Kamerun lehnt die Ausländerbehörde Elbe-Elster die Aufenthaltserlaubnis von Rodrigue K. ab. Der junge Mann muss nun nicht nur mit der Trennung von seinem Mann rechnen, sondern auch mit der Abschiebung in ein Land, in dem ihm aufgrund seiner sexuellen Orientierung Strafverfolgung und Folter droht.

Rodrigue K. floh 2010 aus Kamerun, nachdem er und sein damaliger Partner von der Polizei „auf frischer Tat ertappt“, verprügelt und verhaftet worden waren. Von seiner Familie verstoßen, stellte Rodrigue in Deutschland einen Asylantrag, der im Januar 2011 abgelehnt wurde. Die Ablehnung begründete das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge u.a. damit, dass es Zweifel an seiner Homosexualität habe. Rodrigue reichte gegen diese Entscheidung Klage ein. Weiterlesen »

Eindeutigkeit geht vor Menschlichkeit. «Deutscher Ethikrat» ignoriert Interessen von Intersexuellen und medizinischen Forschungsstand

Dr. Heinz-Jürgen Voß


Liegt es an den Theolog_innen im «Deutschen Ethikrat»? Jedenfalls bedarf ein intersexuelles Kind, das zu einer geschlechtszuweisenden Operation andere Vorstellungen als seine Eltern hat, offenbar «eines unbenannten Schutzengels», der dafür sorgt, dass vor dem Eingriff ein Familiengericht eingeschaltet wird. So bitter kommentiert die Internationale Vereinigung Intergeschlechtlicher Menschen (IVIM) die einzige konkrete Forderung, die das 25-köpfige Gremium, zu dem auch Vertreter_innen aus Philosophie, Psychologie, Medizin und Rechtswissenschaft gehören, in seiner jetzt im Auftrag der Bundesregierung vorgelegten Stellungnahme zur Situation Intersexueller in Deutschland erhebt. «Grundsätzlich alle nicht lebensnotwendigen Eingriffe zu unterbinden und nur auf dieser Grundlage Ausnahmeregelungen für Jugendliche, die unbedingt selbst eine OP wünschen, zu schaffen, wie es IVIM und andere Inter*-Organisationen fordern, unterstützt der Ethikrat also nicht», kritisiert die Vereinigung. «Außerdem votiert er für die Möglichkeit, die standesamtliche Geschlechtsregistrierung aufzuschieben, und für die Option, ‹anderes›, statt ‹männlich› oder ‹weiblich› eintragen zu lassen. Beides solle aber nur gelten für ‹Personen, deren Geschlecht nicht eindeutig feststellbar ist›. Das bedeutet, dass nur bei vorliegender Intersex-Diagnose diese Optionen offen stünden und weiterhin die Medizin als gatekeeper der Geschlechtsklassifikation fungieren würde.» Weiterlesen »

Nie wieder!

Dank euch ihr Sowjetsoldaten

Widersprüchliches zum Gedenktag

Über sechs Millionen Menschen sind von den deutschen Faschisten ermordet worden, weil sie Juden waren. Über eine Million von ihnen starben im Vernichtungslager Auschwitz. Ihnen allen ist der Gedenktag gewidmet, der alljährlich am 27. Januar begangen wird, dem Tag, an dem 1945 die sowjetische Rote Armee die überlebenden Häftlinge des Konzentrationslagers befreite. Nie wieder dürften sich solche Verbrechen wiederholen, hieß es gestern auch in in einer Gedenkstunde im Deutschen Bundestag. Nie wieder! Aber wer kann da sicher sein?
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Hey Ratzinger

Wenn ich römisch-katholisch wäre, was Marx, Engels und Lenin sei Dank nicht so ist, hätte ich mich heute sehr gefreut.

Denn irgendwie wäre ich dann wohl davon ausgegangen, “Seine Heiligkeit hat an meinem Geburtstag auch an mich gedacht.” Denn heute hat Joseph Ratzinger auch bekannt als “Papst Benedikt XVI”, die 179 im Staat der Vatikanstadt vertretenen Diplomaten zur traditionellen Neujahrsansprache empfangen. Das Oberhaupt der römisch-katholischen Großsekte nutzte seine Ansprache in diesem Jahr nicht nur dazu, um über “Religionsfreiheit” und die Wirtschaftskrise zu reden, er sprach auch lange über das Thema Homosexualität.

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Berliner Polizei Hand in Hand mit Rassisten?

Diese Plakate sollen auf eine "langfristige Vorbereitung hinweisen".

Als durchsichtigen Versuch der Kriminalisierung antirassistischen Engagements bewertet das Berliner Bündnis „Rechtspopulismus stoppen“ den Strafbefehl über 600 Euro plus Verfahrenskosten für den Anmelder der Spontandemonstration vom 27. August 2011 gegen die Provokation vor einem muslimischen Bekleidungsladen in Neukölln im Rahmen des gescheiterten „Anti-Islamisierungskongresses“ der rassistischen Splittergruppierung “Pro Deutschland”. „Wir hätten nicht gedacht, dass die Berliner Polizei wider besseres Wissen diese auf konstruierten Behauptungen aufgebaute Anzeige einreicht und sich ein Staatsanwalt darauf einlässt. Wieder einmal sollen Antifaschist_innen und Antirassist_innen zum Problem abgestempelt werden und nicht Nazis und Rassisten. Nicht mit uns!“, erklärt das Bündnis.
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Termine

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25. Mai 2012:
Festival der Jugend

2. Juni 2012:
CSD Schleswig-Holstein

2. Juni 2012:
Trans-Street-Day Dresden

2. Juni 2012:
CSD Karlsruhe

16. Juni 2012:
CSD Trier

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