Hey Ratzinger

Wenn ich römisch-katholisch wäre, was Marx, Engels und Lenin sei Dank nicht so ist, hätte ich mich heute sehr gefreut.

Denn irgendwie wäre ich dann wohl davon ausgegangen, “Seine Heiligkeit hat an meinem Geburtstag auch an mich gedacht.” Denn heute hat Joseph Ratzinger auch bekannt als “Papst Benedikt XVI”, die 179 im Staat der Vatikanstadt vertretenen Diplomaten zur traditionellen Neujahrsansprache empfangen. Das Oberhaupt der römisch-katholischen Großsekte nutzte seine Ansprache in diesem Jahr nicht nur dazu, um über “Religionsfreiheit” und die Wirtschaftskrise zu reden, er sprach auch lange über das Thema Homosexualität.

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Gegen Diskriminierung?

Aktion Libero - Gegen Homophobie im Fußball

Aktion Libero - Gegen Homophobie im Fußball

Das Berliner Sportmagazin “11 Freunde” veröffentlichte gestern unter dem Titel “Schwarz ist offenbar schlimmer als schwul” ein Interview mit Alex Feuerherdt, einer der Iniatoren der “Aktion Libero“. Deren Ansinnen gegen Homophobie im Fußball in allen Ehren. Der DFB-Präsident Theo Zwanziger stellt wohl den nennenswertesten Unterstützer dar. Bliebe zu wünschen, dass andere seinem Beispiel folgen. Die verwirrte Claudia Roth von den Olivgrünen darf hierbei natürlich nicht fehlen! Ob ein Zusammenschluss von Internetseiten, die sich mit dem Thema Fußball auseinandersetzen und dabei von einigen B-Promis unterstützt werden, hiergegen indes ein ernstzunehmendes Wirken entwickelt, sei dahingestellt. Ein genaueren Blick möchten wir jedoch auf Herrn Feuerhardt lenken… Auf einer Veranstaltung die vorige Woche in Hamburg stattfand, sprach er von “vermeintliche[n] israelische[n] Ungerechtigkeiten” gegen das palästinensische Volk. Als Autor von “Jungle World” und “Konkret” verwundert dies kaum. Auf seinem Blog “Lizas Welt” finden sich u.a. Links zur “Prozionistischen ‘Linken’” oder “Pro Zion NRW“. Zwischen harmlosen Artikeln zu Fußballsport, liest man einseitige antideutsche Argumentationssammlungen.
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Herrn Kues zum Geleit

Mehrere SPD Abgeordnete wollen nun auch den Auftritt von Josef Ratzinger alias Benedikt XVI. im BRD Bundestag boykottieren. Rolf Schwanitz Mitglied des konservativen “Seeheimer Kreis” in der SPD hat dies angeregt. Hermann Kues, Vorsitzender des “Kardinal-Höffner-Kreises” in der CDU erklärte dazu: “Ich bin schockiert über so viel Ignoranz und Verblendung”. Auch ist er der Meinung dass: “Unser Staat ohne Christentum gar nicht vorstellbar ist.”

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Gleichbehandlung à la »Rot-Rot«

Grafik: DKP queer

Grafik: DKP queer

Die Berliner „Linke“ setzt zum Wahlkampfauftakt auf ihre homopolitische Bilanz.  Im zehnten Jahr regiert die Partei jetzt in der Hauptstadt mit – doch glaubt man den aktuellen Umfragen, muss sie froh sein, wenn sie im September zweistellig bleibt, und wird für eine Senatsmehrheit künftig wohl nicht mehr gebraucht. Andere stehen bereit, die von „Rot-Rot“ eifrig betriebene „progressive Entstaatlichung“ zu  vollenden. Aber beim Ausverkauf der Stadt unterschied sich die besonders „reformorientierte“ Landesorganisation von den übrigen Parlamentsparteien ohnehin nur dadurch, dass sie auch noch die letzten sozialistischen Ideale ihrer Wählerinnen und Wähler mit draufgab. Umso dringender wird ein Alleinstellungsmerkmal gebraucht.

„Wir haben in Berlin z. B. … die „Initiative zur Akzeptanz sexueller Vielfalt“ auf den Weg gebracht und für 2010 und 2011 finanziert“, brüstet sich die „Linke“ deshalb in einer Anzeige in der Szenepresse. Auf den ersten Blick zu Recht: Man erinnert sich an den Herbst 2008, als sich das von staatlich geförderten Institutionen wie dem Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) seit Jahren genährte Ressentiment des Homo-Mainstreams gegen Migrantinnen und Migranten in einer regelrechten rassistischen Kampagne entlud, in deren Gefolge die Grünen im Abgeordnetenhaus einen sogenannten „Aktionsplan gegen Homophobie“ vorlegten. Damals gelang es „Linke“-Landeschef Klaus Lederer, das Beratungsverfahren an sich zu ziehen und dem von Dünkel bestimmten und auf Ausgrenzung zielenden Antrag die populistische Stoßrichtung zu nehmen. So kam schließlich etwas zustande, was sich hinter ähnlichen Papieren in anderen Bundesländern zumindest nicht verstecken muss. Doch die Frage ist, was in Berlin auf dem Verwaltungsweg konkret daraus wird. Und da kann sich die „Linke“ leider nicht einmal zugutehalten, Schlimmeres verhindert zu haben.
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»Katholisches« Nachrichtenportal verlässt mehr als nur den Boden des Grundgesetzes

"deutscher" Gruss in der Kirche

"deutscher" Gruss in der Kirche

Für den anonymen Schreiber dieses Pamphletes tiefsten Hasses sind Homosexuelle „menschen- und gottesfeindliche Dämonen“. Christliche Nächstenliebe klingt anders, meine ich. „Vom Teufel besessene Sodomisten wollen den Papstbesuch Ende September für ihre entarteten Ziele missbrauchen.“ ist dort zu lesen – ich muss wohl nicht darauf hinweisen, dass auch die Nazis gerne das Wort „entartet“ verwendeten, beispielsweise im Zusammenhang mit moderner Kunst. „moralische Finsterlinge“ sollen wir sein und „Kindermetzger“ – interessant, so etwas gerade aus einer katholischen Ecke an den Kopf geschmissen zu bekommen, wo doch weltbekannt ist wieviel katholische Geistliche für ihre „Liebe“ zum Kind – gerade wenn es um den Missbrauch an Schutzbefohlenen geht – übrig hatten und vermutlich noch haben. Zölibat ist eben nicht normal und manche werden davon nun einmal krank.

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