Muslime versus Schwule? UZ-Interview mit Koray Yılmaz-Günay

Koray Yılmaz-Günay

Koray Yılmaz-Günay

Unter dem Titel Muslime versus Schwule? Die staatstragende Geschlechterpolitik setzt auf “Teile und herrsche” veröffentlicht die UZ – Sozialistische Wochenzeitung heute ein Interview von Salih Alexander Wolter mit Koray Yılmaz-Günay, dem Herausgeber von “Karriere eines konstruierten Gegensatzes: zehn Jahre `Muslime versus Schwule´. Sexualpolitiken seit dem 11. September 2001″. Der Sammelband enthält u.a. Beiträge von Markus Bernhardt, Zülfukar Çetin, Jin Haritaworn, Andreas Hieronymus, Alexander King, Georg Klauda, Jennifer Petzen, Dirk Ruder, Saideh Saadat-Lendle, Hilal Sezgin und Yasemin Shooman. Einleitung und Inhaltsverzeichnis können hier im Netz gelesen werden. Kompetente und sympathische Rezensionen gibt es auf Mädchenblog, von der Feministin Antje Schrupp und von Heinz-Jürgen Voß in der aktuellen Ausgabe von Kritisch lesen. Das 212 Seiten starke Buch, das mit Fotos von Aykan Safoglu illustriert ist, kann zum Selbstkostenpreis von fünf Euro zuzüglich Versandkosten über unser Bestellformular angefordert werden.

»Klare Gedanken verbreiten«

Wie kommt die Scheiße in die Köpfe? Und was k ann man als schwuler Kommunist dagegen tun? Ein Gespräch mit Salih Alexander Wolter. Interview: Markus Bernhardt.

Salih Alexander Wolter engagiert sich bei DKP Queer und tritt im September für die Partei zu den Berliner Abgeordnetenhauswahlen an

An diesem Wochenende findet in Berlin-Schöneberg das traditionelle schwul-lesbische Stadtfest statt, zu dem mehrere zehntausend Besucher erwartet werden. Warum nimmt die DKP-Gruppe Queer daran teil, obwohl sich die Aktivitäten der Community irgendwo zwischen Party und Kommerz eingependelt haben?

Eben drum. Wir wollen hier ja zur Repolitisierung beitragen und nicht einfach eine Wahlkampfshow abziehen wie andere. Denn natürlich werden die Grünen auf dem Fest wieder so tun, als ob sie das öffentliche Schwul- und Lesbischsein in diesem Stadtteil erst erfunden hätten. Und Klaus Wowereit und die Spitzen-Homos von der Linkspartei werden uns erzählen, daß unter ihrer Führung nun ganz Berlin eine queere Party geworden sei. Da wollen wir zwar bestimmt keine schlechte Laune, aber ein paar klare Gedanken verbreiten.
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»Was ich machen kann, das mache ich«

In der Zeitung der KPÖ „Volksstimme“ ist vor kurzem dieses Interview mit Ellen Schernikau, der Mutter von Ronald M. Schernikau veröffentlicht worden.

ellen_schernikauIn diesem Jahr wäre der 1991 verstorbene Schriftsteller Ronald M. Schernikau 50 Jahre alt geworden. Als Auftakt zum „Schernikau-Jahr“ 2010 ist im Berliner Rotbuch Verlag „Irene Binz. Befragung“ aus dem Nachlass des Dichters erschienen (…). Der Band ist die Prosafassung eines Interviews, in dessen Verlauf Ellen Schernikau ihrem Sohn im Herbst 1981 seine Kindheit und ihren eigenen Lebensweg erzählte. Aus dem Material dieser Befragung formte er ihr literarisches alter ego „Irene Binz“, die sich entgegen ihrer politischen Überzeugung für die Liebe entschied und ihrem Freund nachfolgte, der kurz nach der Geburt Ronalds aus der DDR in den Westen geflohen war. (…)

Manfred Mugrauer führte mit ihr folgendes Gespräch.

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