Franz Josef Degenhardt ist tot

Franz Josef Degenhardt, „Väterchen Franz“ oder auch „Karratsch“ wurde am 3. Dezember 1931 in Schwelm geboren. Er studierte in Köln und Freiburg Rechtswissenschaften. Ende der sechziger Jahre verteidigte Degenhardt Sozialdemokraten und Kommunisten, die wegen Aktionen der APO (Außerparlamentarische Opposition) angeklagt waren. In die SPD war Degenhardt 1961 eingetreten, die ihn 1971 ausschloss, weil er in Schleswig-Holstein zur Wahl der DKP aufgerufen hatte. 1978 trat er dann auch der Deutschen Kommunistischen Partei bei.
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Väterchen Franz wird Achtzig

Franz Josef Degenhardt wird im Dezember achtzig Jahre alt. Ein Anlass, ihn zu feiern.

Degenhardt, der mit seinen Liedern ganze Generationen von Musikern und Lyrikern – nicht nur in Deutschland – geprägt hat, hat ein Werk von geradezu unglaublicher Fülle hinterlassen: Von den bekannten Liedern, wie „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern“, bis zu verfilmten Romanen wie „Zündschnüre“. Der Schriftsteller Hermann Peter Piwitt fand die kindlichen Helden in dem antifaschistischen Roman ebenbürtig mit Grass’ Oskar Matzerath aus der Blechtrommel; Heinz Ludwig Arnold empfand beim Lesen die gleiche Spannung, wie bei Mark Twains „Tom Sawyer“.

Am 19. Dezember wird im Haus des Berliner Ensembles, der alten Brecht-Bühne, ein Geburtstagskonzert für Franz Josef Degenhardt stattfinden. Viele bekannte Künstler werden sich ein Stelldichein geben: U.a. Konstantin Wecker, Hannes Wader, Reinhard Mey, Prinz Chaos II und viele andere.

Der Kulturmaschinen Verlag bringt in den nächsten drei Jahren alle literarischen Werke Degenhardts heraus. Zum ersten Male erscheinen damit die acht Romane, ein Jugendbuch und zwei Liederbücher als geschlossene Reihe in einem Verlag. Da der Kulturmaschinen Verlag grundsätzlich keine Bücher makuliert, wird die Werkausgabe dauerhaft lieferbar bleiben.

Unser Autor: Leander Sukov

Muslime versus Schwule?

"Karriere eines konstruierten Gegensatzes: Zehn Jahre 'Muslime versus Schwule'. Sexualpolitiken seit dem 11.September 2001"

Die Anschlä ge vom 11. September 2001 jähren sich nächste Woche zum zehnten Mal. Der nach diesen Attentaten einsetzende “Krieg gegen den Terror” hat die Weltordnung tiefgreifend verändert. Die Muslime sind als Feindbild einer westlichen Moderne in den Vordergrund gerückt. Die Rechte von Frauen und Homosexuellen haben in diesem Zug und durchaus im Zusammenhang damit eine beachtliche Aufwertung erhalten.

Während im “Westen” zumindest einzelne Erfolge sichtbar wurden, schien es um die sexuelle Selbstbestimmung in “muslimischen Ländern” und innerhalb muslimischer Migrant/innen-Gruppen schlecht bestellt zu sein. Frauen- und Homosexuellenfeindlichkeit dienten so auch als Legitimation für außenpolitische, zum Teil militärische Interventionen und vor allem für rassistische Kampagnen im Inland (“antimuslimischer Rassismus“).

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Jamaikainischer Reggaekünstler veröffentlicht Homo-Platte

Mista Majah bricht eins der Tabus im Reggae und gibt ein Album fü r Homo-Rechte he raus. Der heterosexuelle Familienvater Mista Majah wohnt in Oakland, Kalifornien, ist aber auf Jamaika geboren. Im letzten Jahr veröffentlichte er die Single “Rights”, auf welcher sich für die Rechte von Schwulen, Lesben Bisexuellen und Transgender einsetzt. Jetzt kommt die Scheibe “Tolerance”.

Mit dieser will er zeigen, daß die Botschaft des Reggaes von “one love” – einer Liebe – für alle gilt, und will Vourteile bei ReggaekünstlerInnen und in der Community abbauen .
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Der »Eurovision Songcontest« 2011

Der “Eurovision Songcontest” ist in allen bürgerlichen queer Medien auf Platz eins, als wenn es nichts wichtigeres für die queer Comunity und für alle anderen Menschen geben würde.

Gerade in diesem Jahr, da er doch zum ersten mal seit fast 30 Jahren wieder in der BRD stattfindet und diese Show als “ach so queer” gilt.

Wir berichten aus einem anderen Grund darüber. Denn ob nun Lena Meyer-Landrut nochmal gewinnt oder eine andere Gruppe oder Einzelkandidat ist uns dabei erstmal egal.

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Termine

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22. Mai 2013:
Cuba queer

25. Mai 2013:
dritter Tag des XX. Parteitages der DKP

31. Mai 2013:
CSD Dresden

1. Juni 2013:
CSD Kiel

1. Juni 2013:
CSD Regensburg

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