Einmal Exil und zurück

Harry Raymon liest aus “Einmal Exil und zurück” – Ein autobiographischer Roman

Wann: Mittwoch, den 1. Februar 2012 um 19 Uhr … Wo: Schwules Museum, 2. OG (Eingang 1. Hof), Mehringdamm 61, 10961 Berlin … [2. OG nicht zugänglich für Rollstühle, Personenaufzug anfragbar]

Das Buch: Bennie Goldbach, ein deutscher Jude, entflieht mit seinen Eltern den Nazis. Sie bauen sich in Amerika eine neue Existenz auf. Verständnis dafür, dass er wegen einer Theatergruppe in das Land der Täter zurückkehrt, kann er bei ihnen nicht erwarten. Die Liebe, in ihrer Art eine völlige Überraschung, entscheidet für sein Hierbleiben – die Liebe zu einem jungen Mann.

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Lenin-Luxemburg-Liebknecht-Ehrung 2012

Bild: Nikos D. - Auch DKP queer ist seit Jahren bei der LLL-Demo dabei. Wie auch beim traditionellen Jahresauftakt, der Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz, die immer am Tag vor der Demonstration ebenso in Berlin stattfindet und von der im Augenblick einzigen linken Tageszeitung der BRD - der Jungen Welt ausgerichtet wird.

Wie jedes Jahr, so gedachten auch dieses Jahr wieder am 15. Januar Tausende Menschen bei der Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin-Friedrichsfelde der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht durch die Freikorps unter Billigung der damaligen reaktionären SPD-Führung unter Ebert, Scheidemann und Noske, sowie dem Tod Lenins. Traditionell begann der Demonstrationszug am Frankfurter Tor, hierzu hatten zahlreiche linke Parteien und Organisationen mobilisiert, tatkräftige Unterstützung kam auch aus vielen anderen Ländern von den dortigen sozialistischen und kommunistischen Parteien.

Ein Bericht von Urs Unkauf

Dem Demonstrationszug schlossen sich auf dem Weg vom Frankfurter Tor zum Zentralfriedhof Friedrichsfelde immer mehr Menschen an, ganze Familien, alte wie junge Menschen aus Ost und West erwiesen gemeinsam den großen Vorkämpfern für Frieden, Gerechtigkeit und Menschlichkeit die Ehre. Ein Meer aus roten Fahnen, geführt von einem Heer kämpferischer Genossen marschierte durch Berlin. Zur Freude aller Teilnehmer kam es kaum zu Ausschreitungen und Konflikteskalationen mit der Polizei.
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Neues von CENESEX

Mariela Castro Espin - Leiterin von CENESEX

Durch WikiLeaks wurde 2011 aufgedeckt, dass die US-Regierung 300.000 $ für die Beseitigung des LGBT-Projektes in Cuba ausgegeben hat. 

An erster Stelle zeigt dies, dass die Arbeit, die in Cuba für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transmenschen und Intersexuellen vorangetrieben wird, die US-Regierung beunruhigt.

Warum? Weil es den politischen Willen der cubanischen Regierung zeigt, deutlich zu machen, dass Homophobie und Transphobie mit der emanzipierenden cubanischen Revolution nicht in Einklang gebracht werden können.

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KZ Columbiahaus

Lageplan des KZ Columbiahaus Quelle Wikipedia

Lageplan des KZ Columbiahaus Quelle Wikipedia

Bis zum 30. Oktober 2011 kann in den Räumen der Chile-Freundschaftsgesellschaft Salvador-Allende e.V. Jonasstraße 29, Berlin-Neukölln die Ausstellung zum KZ Columbiahaus gesehen werden. Diese hängt dort seit dem 19. Bundestreffen von DKP queer. Auf unsere Initiative hin, kann man diese Ausstellung bis Ende Oktober dort noch besichtigen.

“Am nördlichen Rand des Tempelhofer Feldes gegenüber der heutigen Polizeidirektion Friesenstraße am Columbiadamm befand sich von 1933 bis 1936 das Konzentrationslager Columbia-Haus.1895 wurde das dritte Berliner Militärgefängnis mit 153 Zellen auf dem Tempelhofer Feld errichtet. Ab Frühjahr 1933 nutzte die neugeschaffene Geheime Staatspolizei (Gestapo) mit Sitz im Prinz-Albrecht-Palais (Topographie des Terrors) das Columbia-Haus als das Hausgefängnis und Folter­stätte für politische Gefangene. 1934 wurde das Gestapo-Gefängnis der SS-geführten Inspektion der Konzentrationslager unterstellt und zum einzigen Konzentrationslager Berlins erklärt. Dennoch nutzte die Gestapo das Columbia-Haus für „ihre“ Häftlinge weiter.”

http://www.thf33-45.de/

Rudolf Brazda verstorben

Der vermutlich letzte Überlebende des deutschen faschistischen Terrors gegen Schwule ist tot. Rudolf Brazda verstarb am Mittwoch morgen im Alter von 98 Jahre in einem Krankenhaus in Bantzenheim  Haut-Rhin friedlich im Schlaf. Er soll in der nächsten Woche auf eigenen Wunsch eingeäschert werden, seine Asche wird neben der seines Lebenspartners Eduard verstreut werden.

Im April erst hatte der in Frankreich lebende Brazda, noch die höchste Auszeichnung Frankreichs, den Orden der Ehrenlegion, verliehen bekommen.

Der Sohn tschechoslowakischer Immigranten war 20, als das deutsche Kapital Hitler an „die Macht“ schob. Fast zur gleichen Zeit, hat er in Leipzig seinen ersten Freund kennen gelernt, mit dem er auch in Meuselwitz (Thüringen) zusammenlebte. Dort wurde er 1937 denunziert, wegen “unnatürlichen Verhaltens” zunächst in U-Haft genommen und nach einem „Geständnis”, zu einem halben Jahr Gefängnis verurteilt.
Nachdem er des Landes verwiesen wurde, zog er nach Karlovy Vary (damals noch “Karlsbad” in der Tschechoslowakei). 1941 wurde er erneut verhaftet und zu vierzehn Monaten Haft verurteilt. 1942 kam er wie ca. 650 weitere „rosa Winkel“ Häftlinge nach Buchenwald. Viele mussten im Steinbruch Sklavendienste verrichten und kamen dabei ums Leben.

2 kommunistische Kapos retteten Rudolfs Leben. Gustav Wilms (Häftling Nr. 4104), sein „Kapo“ im Dachdeckerkommando setzte sich für Rudolf ein, als eine Überstellung nach Dora drohte (weil Rudolf auf die Frage eines SS-Mannes „blöd“ geantwortet hatte). Gustav Wilms kam am 24.5.1938 nach Buchenwald, nachdem er bereits 1931 zu 2 Jahren Haft wegen seiner Mitgliedschaft im Roten Frontkämpferbund (RFB) verurteilt wurde und im April 1933 wegen “Vorbereitung zum Hochverrat“ zu weiteren fünf Jahren verurteilt wurde. Gustav Wilms stammte aus dem Ruhrgebiet blieb aber nach der Selbstbefreiung in Thüringen und starb dort 1962.

Der 2. Kapo kam aus Bayern und hatte die Aufsicht über den Schweinestall. Er verstecke Rudolf in den letzten Tagen des KZs.

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