Das Bundesamt für Migration hat ein Stück weit eingelenkt. Darüber freuen wir uns für Rodrigue und seinen Partner Dennis!
Natürlich geht das auf die von KuB Berlin e. V. initiierte online-Petition zurück, die u. a. vom Migrationsrat Berlin-Brandenburg und von uns unterstützt wurde. Dass sie zuletzt (vor rund einer Woche) auch von Deutschlands größtem Internet-Homoportal «beworben» wurde – was für ein Ausdruck! – ist anständig genug, sollte aber kein Anlass sein, sich dort jetzt selbstgefällig auf die Schulter zu klopfen.
Wir finden auch nicht, dass es sich nur um ein «wenig Schikane» handelt, wenn die Ausländerbehörde Rodrigue weiterhin rechtswidrig den Aufenthaltsstatus vorenthält, der ihm aufgrund seiner Eingetragenen Partnerschaft zusteht.
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 Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und MigrantInnen e.V.
Trotz eingetragener Lebenspartnerschaft in Deutschland und drohender Verfolgung in Kamerun lehnt die Ausländerbehörde Elbe-Elster die Aufenthaltserlaubnis von Rodrigue K. ab. Der junge Mann muss nun nicht nur mit der Trennung von seinem Mann rechnen, sondern auch mit der Abschiebung in ein Land, in dem ihm aufgrund seiner sexuellen Orientierung Strafverfolgung und Folter droht.
Rodrigue K. floh 2010 aus Kamerun, nachdem er und sein damaliger Partner von der Polizei „auf frischer Tat ertappt“, verprügelt und verhaftet worden waren. Von seiner Familie verstoßen, stellte Rodrigue in Deutschland einen Asylantrag, der im Januar 2011 abgelehnt wurde. Die Ablehnung begründete das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge u.a. damit, dass es Zweifel an seiner Homosexualität habe. Rodrigue reichte gegen diese Entscheidung Klage ein. Weiterlesen »
Von Thomas | 31. Januar 2012 | Kultur, Queer Harry Raymon liest aus “Einmal Exil und zurück” – Ein autobiographischer Roman
Wann: Mittwoch, den 1. Februar 2012 um 19 Uhr … Wo: Schwules Museum, 2. OG (Eingang 1. Hof), Mehringdamm 61, 10961 Berlin … [2. OG nicht zugänglich für Rollstühle, Personenaufzug anfragbar]
Das Buch: Bennie Goldbach, ein deutscher Jude, entflieht mit seinen Eltern den Nazis. Sie bauen sich in Amerika eine neue Existenz auf. Verständnis dafür, dass er wegen einer Theatergruppe in das Land der Täter zurückkehrt, kann er bei ihnen nicht erwarten. Die Liebe, in ihrer Art eine völlige Überraschung, entscheidet für sein Hierbleiben – die Liebe zu einem jungen Mann.
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