Am 23.01.2010 im Haus der Sinne: Berditschew. Der Dokumentarfilm schildert die systematischen Massenermordungen von mehr als 30.000 ukrainischen Juden in der gleichnamigen Stadt durch die deutschen Faschisten. Er hat sich auf die Suche gemacht nach den Überlebenden, um der Nachwelt das bewegende Zeugnis von der Barbarei des Krieges zu bewahren.
Es ist Dunkel. Man hört die Worte Himmlers. Er ist schlecht zu verstehen. Totenstille. Was man versteht will man nicht glauben, kann man nicht glauben. Es ist der unverblümt ausgesprochene Plan zum großangelegten Genozid. So als ob man sich beim Mittagessen über das Wetter unterhalten würde.
Es hat einem gestern abend die Tränen in die Augen getrieben. In einer jüdischen Hochburg der Sowjetunion töteten die deutschen Faschisten über 30.000 Juden. Greise, Frauen, Schwache, Kranke nicht zu erwähnen. Aber. Auch Kinder. In Berditschew. Als die Rote Armee die Stadt im Jahre 1944 befreit, sollten nur noch 15 von Ihnen überleben.
Der gleichnamige Dokumentarfilm der gestern abend im “Haus der Sinne” in der Ystadtstraße in Berlin-Prenzlauer Berg zusammen mit einer Ausstellung vorgestellt wurde hat dieses bewegende Zeugnis auf 60 Minuten gebannt. Damit das Unfassbare der Nachwelt als ewiges Mahnmal erhalten bleiben möge.
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Vor 70 Jahren begann der blutigste Krieg in der Geschichte Europas.
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