Von Thomas | 25. August 2011 | Queer Im Juni 2011 haben das Jugendbildungswerk Gießen und die pro familia Beratungsstellen Gießen und Marburg eine Kampagne gestartet.
“Mit ‘Liebe wie du willst‘ wollen sie offensiv dafür eintreten, dass jeder Mensch sein Grundrecht wahrnehmen kann, seine sexuelle Orientierung zu leben und seine sexuellen Beziehungen frei zu wählen, soweit nicht andere dadurch in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt werden. Eigentlich sollte das ja selbstverständlich sein, denn noch immer ist “schwul” im Alltag eines der gebräuchlichsten Schimpfworte und Klischees über homosexuelle Menschen machen die Runde: “Schwule sind unmännlich”, “Lesben haben keinen Mann abbekommen”, so informiert die Kampagne. Gegen diese rein bürgerliche Kampagne, die notwendig aber bei weitem nicht weit genug geht, regt sich jetzt Widerstand aus der fundamentalistischen und der rechtspopulistischen Ecke.”
Professor Wolfgang Leisenberg aus Bad Nauheim, nach eigenen Angaben, Jahrgang 1942, verheiratet, zwei Kinder Geschäftsführer einer Firma, zu seinen Interessen zählen u.A. Religion, Philosophie und Psychologie – was er in seiner Vita nicht schreibt, er ist Mitglied einer fundamentalistisch-evangelikalen Sekte – hat nun eine Online-Petition gegen die Kampagne “Liebe wie du willst” gestartet und bekommt sowohl Rückendeckung aus der evangelikalen Ecke, als auch von Rechtspopulisten.
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Von Roy | 7. Juni 2011 | Internationales, Queer  Die Karte zeigt, wo „Sodomie“ in den USA gestattet ist. In folgenden Bundesstaaten ist Analverkehr illegal: Idaho, Utah, Michigan, Virginia, North Carolina, South Carolina, Florida, Alabama, Mississippi, Louisiana. Nur für Schwule ist es verboten in Montana, Kansas, Oklahoma sowie Texas. (Grafik: DKP queer)
Acht Jahre nachdem der Oberste Gerichtshof der USA die sogenannten Sodomiegesetze („Sodomy Law“), welche u.a. Analsex unter Strafe stellten, als verfassungswidrig erachtete, ist die Republikanische Partei und ihre Anwälte schwer am Rotieren, dies zumindest für den US-Bundesstaat Texas aufrecht zu erhalten. Dort werden nämlich „homosexuelle Handlungsweisen“ immer noch im Strafgesetzbuch geführt. Das ist zwar nur eine formale Angabe ohne echte rechtliche Konsequenzen, aber die texanischen Gesetzgeber haben es bisher abgelehnt, dies zu streichen, da die meisten Republikaner es immer noch unterstützen.
Im Jahr 2010 hat die Republikanische Partei in Texas die Sodomiegesetze sogar zum Bestandteil ihrer offiziellen Politik gemacht und rief den Staat Texas auf, die Gesetzgebung des Landes (also der USA) außer Acht zu lassen. Ein Sprecher der Republikaner sagte: „Wir fordern das der Kongress seine durch die Verfassung der Vereinigten Staaten gegebene Autorität dazu nutzt, das sich aus der Rechtsprechung der Bundesgerichte bezüglich Fälle die mit Sodomie zu tun haben, herausgehalten wird.“
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Von Roy | 30. Januar 2011 | Queer  Grafik: DKP queer Zu den Queer-Forderungen der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP), die im Moment noch diskutiert werden, zählen bekanntlich Punkte, die auch das Transsexuellengesetz der SPD/FDP Regierung in der BRD von 1981 betreffen. Nun hat das Bundesverfassungericht Teile dieses Gesetzes gekippt. Damit wird ein wichtiges Ansinnen von uns, noch bevor der Forderungskatalog fertig ist, zumindest teilweise erfüllt.
Was in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) bereits Anfang der 1980er Jahre mit der “Internen Verfügung für Transsexualisten des Ministeriums für Gesundheit der DDR” im Prinzip die freie Entscheidung über den Personenstand ermöglichte, wird nun hoffentlich auch in diesem Staat umgesetzt. Es bleibt natürlich abzuwarten, wie sich dies in der gesellschaftlichen Realität genau äußern wird. Wir sind illusionslos: Der Kampf gegen Diskriminierung aufgrund sexueller Identität, Lebensweise oder Geschlechtlichkeit wird im Kapitalismus nie seine Auflösung finden.
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Von Thomas | 8. April 2010 | Queer Die radikale Linke geriert sich beim Thema Sexualität nur allzu gern mondän. Wirft man jedoch einen genaueren Blick hinter die gut gehegte Fassade, erblickt man ein Gemisch aus übertriebener Moral, Sexualitätsfeindlichkeit und Spießertum, wie es selbst bei überzeugten Anhängern der bürgerlichen Gesellschaft kaum mehr vorhanden sein dürfte.
Die Zeiten, in denen die linke Szene noch frei von Prüderie und Denkverboten über das Recht eines jeden Einzelnen auf selbstbestimmte Sexualität diskutierte, sind nunmehr seit Jahrzehnten vorbei. Die freie Sexualität der siebziger Jahre wurde abgelöst von einem von übertriebener »political correctness« geprägten Diskussionsstil. Anstatt Sexualität genüsslich auszuleben, ergötzt sich das Gros der linken Aktivisten in der Theoretisierung sexueller Praxis. Schränkt einen das vorherrschende Gesellschaftssystem in Sachen Sexualität schon nicht ein, übernimmt man das eben selbst, scheint mitunter eine Maxime der Linken zu lauten. Entweder macht man sich sein Sexualleben selbst zur Hölle oder es findet erst gar nicht statt.
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