Von Salih | 15. Januar 2012 | Internationales Am 14. Januar fand in Berlin die 17. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz der Tageszeitung junge welt statt. Die von knapp 2000 Menschen besuchte Veranstaltung, bei der DKP queer mit einem gemeinsamen Infostand mit der DKP Berlin und der SDAJ vertreten war, nahm per Akklamation eine von Markus Bernhardt verlesene Solidaritätserklärung für Bradley Manning an, der vor einem US-Kriegsgericht angeklagt ist und unter menschenunwürdigen Bedingungen in Militärhaft gehalten wird.
Statt Mannings Beitrag zur Aufklärung von US-Kriegsverbrechen in Irak zu würdigen, sieht sich die Verteidigung offenbar gezwungen, für ihren Mandaten die «Seelennöte eines schwulen Soldaten» als mildernde Umstände für die vermeintliche Straftat geltend zu machen. Wir dokumentieren den Wortlaut der Solidaritätserklärung:
«Wir, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 17. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz erklären hiermit unsere Solidarität mit dem in den USA inhaftierten Soldaten Bradley Manning. Der junge Mann, der für die US-Army im Irak stationiert war, wurde im Mai 2010 unter dem Verdacht verhaftet, der Enthüllungsplattform ‹WikiLeaks› als sogenannter Whistleblower Videos und Dokumente zugespielt zu haben. Darunter jener Videomitschnitt des weltweit bekannt gewordenen US-Hubschrauberangriffs 2007 in Bagdad, bei dem die Besatzung gezielt auf Zivilisten und zwei Journalisten geschossen und diese ermordet hat. Insgesamt zwölf Personen fielen dem Luftangriff, der die Brutalität der Besatzung des Iraks für viele Menschen weltweit erschreckend sichtbar werden ließ, zum Opfer. In der Öffentlichkeit lösten besonders die Kommentare der Kampfhubschrauber-Piloten Empörung aus. Ein Pilot kommentierte den Vorfall mit ‹Sieh dir diese toten Bastarde an!›, während ihm ein anderer Funkteilnehmer zu den ‹guten Schüssen› gratulierte.
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Von Roy | 13. Januar 2011 | Kommentar In Bezug auf rechte Störaktionen gegen die diesjährige Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin, werden die bürgerlichen Medien nicht müde, unverhohlen Lügen in die Welt zu setzen. Der Tagesspiegel berichtet in seiner Ausgabe vom 8. Januar 2011 von angeblicher Gewalt:
“Bei einer Protestveranstaltung der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) vor der Urania in Berlin-Schöneberg wurden am Samstagnachmittag mindestens drei Menschen verletzt. Potenzielle Teilnehmer der Rosa-Luxemburg-Konferenz hätten die VOS-Demonstranten erst verbal und dann tätlich angegriffen, sagte ein Polizeisprecher. Ein Mitglied der Opfervereinigung sei dabei am Auge verletzt worden und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Laut VOS wurde ein weiterer Mann blutig geschlagen und eine Frau getreten.”
Die als “Protest” angekündigten Störaktionen vor der Urania waren von der “Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS)”. Und der rechtsextremen Organisation “pro Berlin” initiiert.
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Von Roy | 22. Januar 2008 | Nachrichten Werden wir mehr? Werden die Linken auf Strassen und in Sälen mehr? Ja, wir werden mehr! Das LLL-Wochenende hat eindeutig gezeigt: Die Linke – und ich meine nicht die Partei, sondern die Richtung – lebt und wird stärker. Was da vor ein paaren Jahren noch siech auf dem Krankenbett der Geschichte gelegen hat, die Hoffnung auf ein besseres Morgen nämlich, hat sich aufgesetzt und nach einer anständigen Suppe verlangt. Die Linke sammelt Kraft, und sie zeigt es. Mehr als dreißig Prozent Zuwachs hatte die Luxemburg-Konferenz der Jungen Welt in der Berliner Urania. Das Veranstaltungshaus, nicht eines der kleinen und zentral gelegen, brach aus allen Nähten. Die Rosa-Luxemburg-Veranstaltung der DKP war überfüllt und die Demo am Sonntag brachte über 10.000 Teilnehmer auf die Beine. Hinzu kamen jene, welche die Ehrung der ermordeten Genossen Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ohne Demo direkt beim Ehrenmal begingen. Mehr als 70.000 Teilnehmer, alles in allem. Es herrschte Volksfeststimmung – er herrschte Aufbruchstimmung.
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