Von Thomas | 19. September 2011 | Abgeschrieben Fundamentalistische Christen mit weißen Holzkreuzen zogen am Sonnabend durch Berlins Mitte, um gegen „Abtreibung und Euthanasie“ zu demonstrieren. Organisiert wurde der „Marsch für das Leben“ wie schon in den Vorjahren vom „Bundesverband Lebensrecht“ (BVL), einem Dachverband von 14 deutschen und österreichischen Organisationen.
Wie in den letzten Jahren demonstrierten auch diesmal antifaschistische und feministische Gruppen gegen den Schweigemarsch. Deren „What the Fuck“-Bündnis zog eine positive Bilanz der Proteste: Die Fundamentalisten hätten „ihre antifeministischen, homophoben und nationalistischen Vorstellungen“ nicht unwidersprochen äußern können. Die vom BVL angegebene Zahl von 2200 Marschierern bezeichnete die Pressesprecherin des Bündnisses, Joanna Doe, als „weit übertrieben“.
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Von Thomas | 28. August 2011 | Internationales  Split Pride 2011
Gay Pride in Belgrad Anfang Oktober. Zuversicht trotz Sicherheitsbedenken. Eine kleine Geschichte des Hasses. Von Zoran Sergievski, Belgrad
Die nächste „Parade des Stolzes Belgrad“ wird laut der gleichnamigen Bürgerinitiative, welche die Demonstration für LGBT-Rechte auch in der Vergangenheit organisierte, am Sonntag, den 2.10. diesen Jahres stattfinden. Auf einer polizeilich geschützten Pressekonferenz teilte die Sprecherin der queeren Initiative, Jovanka Todorovic, am Freitag mit, der Treffpunkt könne aus sicherheitstechnischen Grü nden noch nicht bekannt gegeben werden. Das Datum jedoch sei entgegen anderslautender Aussagen mit dem serbischen Innenministerium abgesprochen. Laut Goran Miletic, einem der Mitorganisatoren der „Parade“, werden gegenwärtig verschiedene Demorouten diskutiert, auch bereits erprobte. Eine spontane Verlegung an einen vollkommen anderen Ort sei jedoch ausgeschlossen. „Das wäre, als ob man ein Heimmatch von Partizan Belgrad“ auf den Bolzplatz eines Fünftlegisten verschieben würde, so Miletic. Er spielt damit auf Geschehnisse im Jahr 2009 an. Damals verlegte die Polizei die Manifestation vor das serbische Parlament.
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Von Thomas | 25. August 2011 | Queer Im Juni 2011 haben das Jugendbildungswerk Gießen und die pro familia Beratungsstellen Gießen und Marburg eine Kampagne gestartet.
“Mit ‘Liebe wie du willst‘ wollen sie offensiv dafür eintreten, dass jeder Mensch sein Grundrecht wahrnehmen kann, seine sexuelle Orientierung zu leben und seine sexuellen Beziehungen frei zu wählen, soweit nicht andere dadurch in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt werden. Eigentlich sollte das ja selbstverständlich sein, denn noch immer ist “schwul” im Alltag eines der gebräuchlichsten Schimpfworte und Klischees über homosexuelle Menschen machen die Runde: “Schwule sind unmännlich”, “Lesben haben keinen Mann abbekommen”, so informiert die Kampagne. Gegen diese rein bürgerliche Kampagne, die notwendig aber bei weitem nicht weit genug geht, regt sich jetzt Widerstand aus der fundamentalistischen und der rechtspopulistischen Ecke.”
Professor Wolfgang Leisenberg aus Bad Nauheim, nach eigenen Angaben, Jahrgang 1942, verheiratet, zwei Kinder Geschäftsführer einer Firma, zu seinen Interessen zählen u.A. Religion, Philosophie und Psychologie – was er in seiner Vita nicht schreibt, er ist Mitglied einer fundamentalistisch-evangelikalen Sekte – hat nun eine Online-Petition gegen die Kampagne “Liebe wie du willst” gestartet und bekommt sowohl Rückendeckung aus der evangelikalen Ecke, als auch von Rechtspopulisten.
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Von Thomas | 15. Juli 2011 | Internationales Es gibt Vorgänge in bestimmten Lebensbereichen einer Gesellschaft, die schlaglichtartig den kulturellen, moralischen und sozialen Zustand und das Entwicklungsniveau erhellen und offen legen (in Deutschland z.B. der Umgang und die Einstellung vieler Menschen zu plagiativen Doktorarbeiten, besonders von Politikern).
Die Haltung gegenüber der Homosexualität der Mitmenschen ist in vielen Ländern der Welt ein anderes Beispiel. Dort, wo die Ideologie der christlichen Kirchen dominiert, ist Homosexualität eine ‘Sünde’, ein verdammenswertes , steuer- und änderbares Fehlverhalten – jeder Wissenschaftlichkeit zum Trotz. Mit wenigen Ausnamen sind in muslimisch geprägten Staaten Homosexuelle von der Strafverfolgung bis hin zur Todesstrafe bedroht. Vor kurzem konnte im evangelikal dominierten Uganda durch internationale Proteste vorläufig ein Gesetz verhindert werden, welches Homosexualität mit der Todesstrafe bedrohen sollte. Weiterhin wird man in Uganda mit bis zu 20 Jahren Freiheitsentzug bestraft. In Über 70 Staaten ist bis zum heutigen Tag, vor allem die männliche Homosexualität strafbar. Eine bemerkenswerte öffentliche Auseinandersetzung der anderen Art läuft zu diesem Problembereich seit eineinhalb Wochen in chinesichen Medien.
Ende Juni löste die in ganz China bekannte Schauspielerin Lu Liping eine hitzige landesweite Diskussion über ihre im Internet verbreiteten Thesen über Homosexualität aus. Ihre Popularität verdankt Lu u.a. der letztjährigen Ehrung beim Golden-Horse-Festival auf Taiwan als derzeit beste Filmdarstellerin Chinas.
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Von Thomas | 7. Juli 2011 | Jugend  love sex - hate sexism
Auch bei den 1000 Kreuze Märschen gilt: Kein konsequenter Widerstand ohne staatliche Repression.
Einige Zeit nach dem letzten Aufmarsch (DKP queer berichtete) flatterten einigen Gegendemonstranten Strafbefehle von bis zu 800 Euro ins Haus. Begründung: Sie wären der Demonstration im Weg gestanden und nicht freiwillig beiseite gegangen. Die Staatsanwaltschaft behauptet, aufgrund einiger im Weg stehender Demonstranten hätte die Abschlusskundgebung nicht stattfinden können
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