Einmal mehr sind die LSU (Lesben und Schwule in der Union) gefragt, ihrer einzigen größeren Aufgabe nachzukommen, sich für homophobe CDU Mitglieder zu entschuldigen. Wieder einmal hat ein CDU Mann seine Klappe zu weit aufgerissen. Kai Hähner von der CDU Chemnitz (Karl-Marx-Stadt) hat in einer e-Mail dem CSD Leipzig vorgeworfen, Werbung für Homosexualität zu machen und damit Kinder vom “rechten Weg” abzubringen.
Hähner, der den CDU-Ortsverband Chemnitz Mitte-West führt und Bezirksvorsitzender der revanchistischen “Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung” ist, kritisierte die CSD-Organisatoren wegen ihrer Öffentlichkeitsarbeit: “Leben Sie, wie Sie wollen, im Privaten und lassen Sie andere mit Ihrer Abnormalität in Ruhe”, schrieb er. Grund der e-Mail ist das Interview eines der CSD Leipzig Organisatoren im Radiosender “MDR Info”: “Durch Ihre öffentlichen Auftritte und das Zuschaustellen Ihrer Lebensweise gilt Homosexualität inzwischen als ´trendy´. Und somit verleiten Sie Jugendliche, die sich in einer sexuellen Findungsphase befinden.”
Vor allem geht es Hähner gegen den Strich, dass Aktivisten auch in Schulen für Toleranz werben wollen. Gerade die Forderung nach einer Sensibilisierung von jüngeren Kindern – etwa wenn in Kinderbüchern ein Junge von zwei Müttern oder Vätern aufgezogen wird – sieht er als “unerträgliche Unverschämtheit” an.


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