Die Veranstalter der Love Parade und die Stadt Duisburg erhielten vorab jede Menge Warnungen. Die Antwort war: Aufhebung von Beschränkungen
Offenbar war die Stadt Duisburg bereit, Rechtsvorschriften zu umgehen, mit falschen Zahlen zu operieren und jede Warnung von Experten in den Wind zu schlagen, um die Love Parade am Samstag stattfinden zu lassen. Während und nach der Massenpanik am Eingang zum Festgelände starben am Samstag 18 Menschen, über 500 wurden zum Teil schwer verletzt, zwei der Schwerverletzten erlagen im Krankenhaus an ihren Verletzungen. Zahlreiche Medien berichteten am Montag von Vorabwarnungen wegen der völlig unzureichenden Bedingungen für eine Veranstaltung mit bis zu 1,5 Millionen Teilnehmern. Zugleich wurde bekannt, daß die Antwort der Stadt u.a. darin bestand, bau- und sicherheitsrechtliche Beschränkungen für das Spektakel aufzuheben. Der alte Güterbahnhof in Duisburg, auf dem sich schätzungsweise eine Million Menschen bewegt hatten, war als Partygelände für maximal 250.000 Menschen geeignet. Der Eingangstunnel glich angesichts der zu erwartenden Menschenmassen einem Nadelöhr.

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