Von Thomas | 3. Oktober 2011 | Abgeschrieben, Internationales Serbischer Innenminister untersagt Parade für Rechte von Homosexuellen
 Bildquelle: queeramnesty.ch
Am Wochenende dominierten dunkle Uniformen das Straßenbild Belgrads. Daran konnte auch das derzeit stattfindende karnevaleske Kinderfest »Joy of Europe« nichts ändern: die Straßen der serbischen Hauptstadt waren voll schwerbewaffneter Bereitschaftspolizei. Ihre Aufgabe war es, jede öffentliche Versammlung politischer Art im Keim zu ersticken. Ein Sprecher des Innenministeriums (MUP) sagte, daß alle, die dem zuwiderhandeln würden, ausnahmslos vor Gericht kämen. Innenminister Ivica Dacic begründete das Verbot mit Sicherheitsbedenken rund um die für Sonntag angesetzte »Gay-Pride-Parade«. Man wollte »eine sehr blutige Situation vermeiden«, hieß es aus dem MUP. So hätten Rechtsradikale geplant, die Parteizentralen der Regierungskoalition und ausländische Firmenvertretungen während der Demonstration für die Rechte von Homosexuellen in Brand zu setzen.
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Von Thomas | 28. August 2011 | Internationales  Split Pride 2011
Gay Pride in Belgrad Anfang Oktober. Zuversicht trotz Sicherheitsbedenken. Eine kleine Geschichte des Hasses. Von Zoran Sergievski, Belgrad
Die nächste „Parade des Stolzes Belgrad“ wird laut der gleichnamigen Bürgerinitiative, welche die Demonstration für LGBT-Rechte auch in der Vergangenheit organisierte, am Sonntag, den 2.10. diesen Jahres stattfinden. Auf einer polizeilich geschützten Pressekonferenz teilte die Sprecherin der queeren Initiative, Jovanka Todorovic, am Freitag mit, der Treffpunkt könne aus sicherheitstechnischen Grü nden noch nicht bekannt gegeben werden. Das Datum jedoch sei entgegen anderslautender Aussagen mit dem serbischen Innenministerium abgesprochen. Laut Goran Miletic, einem der Mitorganisatoren der „Parade“, werden gegenwärtig verschiedene Demorouten diskutiert, auch bereits erprobte. Eine spontane Verlegung an einen vollkommen anderen Ort sei jedoch ausgeschlossen. „Das wäre, als ob man ein Heimmatch von Partizan Belgrad“ auf den Bolzplatz eines Fünftlegisten verschieben würde, so Miletic. Er spielt damit auf Geschehnisse im Jahr 2009 an. Damals verlegte die Polizei die Manifestation vor das serbische Parlament.
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