Nie wieder!

Dank euch ihr Sowjetsoldaten

Widersprüchliches zum Gedenktag

Über sechs Millionen Menschen sind von den deutschen Faschisten ermordet worden, weil sie Juden waren. Über eine Million von ihnen starben im Vernichtungslager Auschwitz. Ihnen allen ist der Gedenktag gewidmet, der alljährlich am 27. Januar begangen wird, dem Tag, an dem 1945 die sowjetische Rote Armee die überlebenden Häftlinge des Konzentrationslagers befreite. Nie wieder dürften sich solche Verbrechen wiederholen, hieß es gestern auch in in einer Gedenkstunde im Deutschen Bundestag. Nie wieder! Aber wer kann da sicher sein?
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Wenn bürgerliche Medien hetzen

junge Welt gibt keine Informationen an Behörden weiter

Ohne Quellenangabe behauptet Julia Haak in der Berliner Zeitung (Mittwochausgabe), ein Journalist der Tageszeitung junge Welt habe im Zusammenhang mit der Räumung eines besetzten Hauses in der Brunnenstraße im November 2009 eine E-Mail eines Informanten an die Pressestelle der Polizei weitergeleitet, “um zu ergründen, was es damit wohl auf sich habe. Seine Quelle schützte er nicht.” Ähnlich der Tenor von Norbert Siegmund in der rbb-Abendschau. Konrad Litschko wiederum gibt in der taz (“Seltsame Mail an linkes Projekt”) Aussagen eines Polizeiermittlers vor Gericht wieder: “Die E-Mail sei ihnen erst nach der Räumung in die Hände geraten, als ein Journalist der jungen Welt bei der Pressestelle dazu Nachfragen stellte.”

Uns besonders “eng verbundene” Internetportale spitzen zum Verratsvorwurf zu: “junge Welt brachte Polizei auf Spur eines Informanten” schlagzeilte etwa Patrick Gensing in “publikative.org”. Die junge Welt firmiert bei ihm als “linksdogmatische Zeitung”. Benjamin Krüger vom BAK Shalom der Linksjugend weiß auf Facebook schließlich: “Offenbar hat die junge Welt einen Informanten an die Polizei verraten. Unglaublich.”

Keiner hat bei dieser Zeitung oder dem fraglichen Kollegen vor der Veröffentlichung nachgefragt. Tatsache ist: Die junge Welt gibt keine Informationen an Behörden weiter. Nachfragen seitens der Polizei oder anderer Stellen müssen an die Chefredaktion oder die Geschäftsführung weitergeleitet werden. Mitarbeitern, die gegen diese eklatanten Grundsätze journalistischer Arbeit verstoßen, wird fristlos gekündigt.
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25. Mai 2012:
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