Frauen an den Herd, Schwule zum Arzt

Flagge Montenegro, Quelle: Wikipedia

Flagge Montenegro, Quelle: Wikipedia

Podgorica: widersprüchliche Studie zu Diskriminierung und LGBT-Personen.

Von Zoran Sergievski, Wien

Laut einer am Montag veröffentlichten Studie halten 60 Prozent aller Montenegriner/innen Homosexualität für eine Krankheit. 17 Prozent glauben gar, in dem Bergland gäbe es überhaupt keine Homosexuellen.

Die Intoleranz gegenüber LGBT-Personen ist laut der Studie am Land und bei Senioren sowie Personen »mit niedrigem Bildungsstand« am höchsten. Toleranter seien Frauen, »höher Gebildete« und »urbane« Personen. Mit letzterem sind vermutlich die Einwohner von Küstenorten wie Herceg Novi sowie der Hauptstadt Podgorica gemeint. Dies ist konträr zu den Balkanmetropolen Belgrad, Split und Zagreb. Dort schlägt Homophobie auch wiederholt in massive, oft von Neonazis und Hooligans ausgehende Gewalt um (siehe Artikel »Tötet die Schwuchtel!«). In Montenegro befürworten »nur« 7 Prozent physische Gewalt gegen LGBT-Personen.
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Hey Ratzinger

Wenn ich römisch-katholisch wäre, was Marx, Engels und Lenin sei Dank nicht so ist, hätte ich mich heute sehr gefreut.

Denn irgendwie wäre ich dann wohl davon ausgegangen, “Seine Heiligkeit hat an meinem Geburtstag auch an mich gedacht.” Denn heute hat Joseph Ratzinger auch bekannt als “Papst Benedikt XVI”, die 179 im Staat der Vatikanstadt vertretenen Diplomaten zur traditionellen Neujahrsansprache empfangen. Das Oberhaupt der römisch-katholischen Großsekte nutzte seine Ansprache in diesem Jahr nicht nur dazu, um über “Religionsfreiheit” und die Wirtschaftskrise zu reden, er sprach auch lange über das Thema Homosexualität.

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Petition zur Änderung des Artikel 3 des Grundgesetzes

grundgesetzAm 27. Dezember 2009 hat Hans-Werner Sperber eine Petition auf den Weg gebracht. Es geht um eine Grundgsetzänderung, in dem der Artikel 3 geändert werden soll.

Absatz 3 soll um das Merkmal “sexuelle Identität” erweitert werden. Bisher steht dort: “(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.”

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