Staat und Prostitution

Dieser Artikel erschien in der Herbstausgabe der “Vorneweg” – “Zeitung für Veränderung” dem Magazin der Kommunistischen Jugend Österreich (KJÖ)

Über die gegenwärtige Lage von SexarbeiterInnen, Repression und sozialistische Perspektiven eines alten Gewerbes.

3000-8000 nicht registrierte SexarbeiterInnen soll es in Wien geben; 60-80% von ihnen sind Migrantinnen. So wie die Schätzungen über die Anzahl und ethnische Zusammensetzung von Prostituierten in Österreich je nach Quelle divergieren, so unterschiedlich sind hier Positionen und Praxis.

Je nach Moral wurde und wird der Sexarbeit in unterschiedlichen Kulturen unterschiedliche Achtung entgegengebracht. In manchen indigenen, meist matriarchal orientierten Gesellschaften Lateinamerikas etwa war die Prostitution anderen Gewerbezweigen gleichgestellt. In christlichen Kulturkreisen, in denen dieses Gewerbe seit jeher verpönt ist, waren SexarbeiterInnen schon immer gesellschaftlicher Stigmatisierung und Kriminalisierung ausgesetzt, obgleich auch Würdenträger gerne und oft in Freudenhäuser einkehrten.

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Die DDR und ihre Töchter

Claudia Wangerin: Die DDR und ihre Töchter

Claudia Wangerin: Die DDR und ihre Töchter

Zwei Welten

Das Thema »Feminismus« war in den neunziger Jahren fast eine Garantie für heißblütige Diskussionen, wenn Frauen aus Ost und West zusammenkamen. Manche von uns konnten es kaum fassen, wenn eine selbstbewußte Ex-DDR-Bürgerin auf die Frage nach ihrem Beruf ganz unbekümmert antwortete: »Ick bin Zahntechniker«, oder: »Ick bin Bauingenieur.« Wie konnten emanzipierte Frauen so wenig Wert auf die korrekte weibliche Form legen?

Während wir uns zeitweise bemühten, die Sprache ordentlich zu »gendern«, indem wir über alle möglichen Menschengruppen stets mit der weiblichen Endung sprachen – FreundInnen, KollegInnen, ArbeiterInnen –, taten sie das noch nicht einmal bei sich selbst. Für sie zählte der Fakt, daß sie einen bestimmten Beruf ausübten – nicht die politisch korrekte Sprache. Sie waren in einer Gesellschaft aufgewachsen, in der vieles selbstverständlicher war. Vor allem das eigene Arbeitseinkommen – und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Inzwischen gibt es wieder eine gesamtdeutsche Frauengeneration, die ohne diese Selbstverständlichkeiten aufgewachsen ist. Vorher prallten nicht nur sprachlich Welten aufeinander, sondern auch inhaltlich – von der Arbeitsethik bis zur Sexualität.
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Termine

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25. Mai 2012:
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2. Juni 2012:
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2. Juni 2012:
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