Dieser Artikel erschien in der Herbstausgabe der “Vorneweg” – “Zeitung für Veränderung” dem Magazin der Kommunistischen Jugend Österreich (KJÖ)
Über die gegenwärtige Lage von SexarbeiterInnen, Repression und sozialistische Perspektiven eines alten Gewerbes.
3000-8000 nicht registrierte SexarbeiterInnen soll es in Wien geben; 60-80% von ihnen sind Migrantinnen. So wie die Schätzungen über die Anzahl und ethnische Zusammensetzung von Prostituierten in Österreich je nach Quelle divergieren, so unterschiedlich sind hier Positionen und Praxis.
Je nach Moral wurde und wird der Sexarbeit in unterschiedlichen Kulturen unterschiedliche Achtung entgegengebracht. In manchen indigenen, meist matriarchal orientierten Gesellschaften Lateinamerikas etwa war die Prostitution anderen Gewerbezweigen gleichgestellt. In christlichen Kulturkreisen, in denen dieses Gewerbe seit jeher verpönt ist, waren SexarbeiterInnen schon immer gesellschaftlicher Stigmatisierung und Kriminalisierung ausgesetzt, obgleich auch Würdenträger gerne und oft in Freudenhäuser einkehrten.


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