Die DDR und ihre Töchter

Claudia Wangerin: Die DDR und ihre Töchter

Claudia Wangerin: Die DDR und ihre Töchter

Zwei Welten

Das Thema »Feminismus« war in den neunziger Jahren fast eine Garantie für heißblütige Diskussionen, wenn Frauen aus Ost und West zusammenkamen. Manche von uns konnten es kaum fassen, wenn eine selbstbewußte Ex-DDR-Bürgerin auf die Frage nach ihrem Beruf ganz unbekümmert antwortete: »Ick bin Zahntechniker«, oder: »Ick bin Bauingenieur.« Wie konnten emanzipierte Frauen so wenig Wert auf die korrekte weibliche Form legen?

Während wir uns zeitweise bemühten, die Sprache ordentlich zu »gendern«, indem wir über alle möglichen Menschengruppen stets mit der weiblichen Endung sprachen – FreundInnen, KollegInnen, ArbeiterInnen –, taten sie das noch nicht einmal bei sich selbst. Für sie zählte der Fakt, daß sie einen bestimmten Beruf ausübten – nicht die politisch korrekte Sprache. Sie waren in einer Gesellschaft aufgewachsen, in der vieles selbstverständlicher war. Vor allem das eigene Arbeitseinkommen – und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Inzwischen gibt es wieder eine gesamtdeutsche Frauengeneration, die ohne diese Selbstverständlichkeiten aufgewachsen ist. Vorher prallten nicht nur sprachlich Welten aufeinander, sondern auch inhaltlich – von der Arbeitsethik bis zur Sexualität.
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Alles Stasi, oder was?

dkp-berlinAmüsiert hat die stellvertretende Landesvorsitzende der DKP Berlin, Wera Richter, auf die Strafanzeige der  “Vereinigung der Opfer des Stalinismus” gegen den früheren Westberliner Polizisten Karl-Heinz Kurras reagiert. “Kurras war wegen der tödlichen Schüsse auf den Studenten Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 von den Rechten stets in Schutz genommen worden. Gerichte hatten ihm zweimal bescheinigt, gegen den unbewaffneten Ohnesorg aus Notwehr gehandelt zu haben”, so Richter. Jetzt, wo die Birthler-Behörde behauptet, Kurras sei Mitglied der SED und inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR gewesen, stelle sich die Sache natürlich vö llig anders da.
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60 Jahre BRD

MfS60 Jahre BRD – da wird in Deutschland natürlich kräftig Geschichte (um-)geschrieben, um dies “aufzuarbeiten”. Hauptaugenmerk liegt dabei freilich auf der Beschwörung des Gegensatzes zwischen der humanistischen, freiheitlichen, demokratischen BRD und dem angeblichen Unrechtsstaat DDR. Und wenn die BRD sich selbst inszeniert, dann müssen neue “historische Erkenntnisse” her, koste es, was es wolle – und sei es die Wahrheit, die auf der Strecke bleibt. Letztes Kapitel: “Der 2. Juni 1967 und die Staatssicherheit” – ein Stasi-Spion habe 1967 Benno Ohnesorg ermordet, Freispruch für den BRD-Gewaltapparat.
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Abgeschrieben

junge-welt1

In der letzten linken Tageszeitung der BRD – “jungeWelt”, gibt es seit geraumer Zeit die Rubrik “Abgeschrieben”. Wir nehmen dies nun auch auf und werden sporadisch Texte und Zitate die wir irgendwo finden und für gut befinden hier veröffentlichen. Wir beginnen mit einem Auszug aus der Zeitung “taz” die in der Ausgabe vom 14.04. ein Interview mit dem Schauspieler Jaecki Schwarz veröffentlicht hat.

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Termine

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25. Mai 2012:
Festival der Jugend

2. Juni 2012:
CSD Schleswig-Holstein

2. Juni 2012:
Trans-Street-Day Dresden

2. Juni 2012:
CSD Karlsruhe

16. Juni 2012:
CSD Trier

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