Kein »Psychopath«, sondern »Spitze des Eisberges«

Es geht nicht darum einen weiteren ferndiagnostischen Schnellschuss zu landen und dem von echten und selbsternannten „Experten“ nachzueifern, die schon feste Erklärungen bei der Hand haben, mit denen sie den antikommunistischen und antiislamischen Massenmörder von Norwegen im Hauruck-Verfahren zum schwerstgestörten Psychopathen erklären.

Alles Mögliche kann zu „psychologischen“ Deutungen herangezogen werden: sein Einzelgängertum könnte auf „frühkindliche Störungen“, seine kaltblütige, selbstherrliche Arroganz als „Narzissmus“, seine Freudenschreie, die er beim Erschießen der Jugendlichen ausgestoßen haben soll, auf eine unglaubliche Bestialität, Amoralität, Asozialität und allerschwerste „Persönlichkeitsstörung, kombiniert mit einer Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis“ interpretiert werden und dergleichen mehr.

Sein krasses Omnipotenzgefühl, das ihn dazu geführt hat, am 11. Juni – laut „Süddeutscher Zeitung“ – von „Gott“ nicht nur einen „Rat“ sondern „Gefolgschaft“ zu fordern, mag auf den ersten Blick Irre-Sein nahe legen, wenn er laut Tagebuch schrieb: „Ich habe Gott erklärt, dass er dafür sorgen muss (!!), dass die Krieger, die für den Erhalt des europäischen Christentums kämpfen, obsiegen müssen. Es sei denn, er wünscht, dass die Marxistisch-Islamische Allianz … das Europäische Christentum vernichtet. Er muss (!!) sicherstellen, dass ich Erfolg habe mit meiner Mission, und dazu beitragen, Tausende andere revolutionäre Konservative / Nationalisten, Antikommunisten und Antiislamisten in der europäischen Welt zu inspirieren.“

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»Bild.de« und »Pro Deutschland« Propaganda auf dem Rücken der Opfer

“Bild.de”, das Onlineportal von Springers Hetzblatt, nutzt das Entsetzen über das Verbrechen von Norwegen zur Hetze gegen Kommunisten! Unter der Überschrift “Hätten unsere Terror-Jäger die Bestie gestoppt?” wollen diejenigen, die sich für diese Internetseite immer noch Redakteure nennen ihre Leser vorgeblich über die durch das Massaker eines christlich-fundamentalistischen Rechtsextremisten auch in Deutschland ausgelöste Debatte informieren: “Die Schreckenstat des norwegischen Massenmörders Anders Behring Breivik hat auch in Deutschland eine Debatte darüber ausgelöst, ob härtere Gesetze Schutz vor solchen Attentätern bieten könnten.”

In Springermanier werden dann Schlagworte wie Vorratsdatenspeicherung, schärfere Internet-Überwachung und auch ein NPD-Verbot abgehandelt. Und dann kommt der Hammer: “Vom Verbot dieser rechtsextremen Partei halten die meisten Fachleute sehr wenig. (…) Oder die Anhänger der verbotenen Partei würden einfach eine neue Partei gründen und unter neuem Etikett ihre Ziele weiterverfolgen. Beispiel: In den 50er Jahren wurde die kommunistische KPD vom Bundesverfassungsgericht verboten. Später entstand die ebenfalls kommunistische DKP. Gewonnen war also nichts. (…) Ein Amoklauf lässt sich so nicht verhindern.”

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Antikommunistische Angriffe auch 2011 stoppen!

Die Außenminister Bulgariens, Lettlands, Litauens, Ungarns, Ru­mäniens und Tschechiens hatten gegenüber der EU das Ansinnen vorgetragen, daß die sogenannte »Leugnung der Verbrechen des Kommunismus« als Straftatbestand in EU-Recht übernommen werden und somit eine rigorose Verfolgung all Jener begonnen werden soll, die sich einer allgemeinen Kriminalisierung von Kommunisten widersetzen.

Obwohl dieser ungeheuerliche Vorstoß in den Strukturen der EU und des EU-Parlaments zunächst steckengeblieben ist, wurde er von seinen Initiatoren nicht zurückgenommen.

In einer gemeinsamen Erklärung weisen 38 kommunistische und Arbeiterparteien aus 32 OSZE-Ländern diese antikommunistische Attacke entschieden zurück. »Es handelt sich dabei um einen gefährlichen Versuch, die bereits bestehenden gesetzlichen Verfolgungen und ähnliche Maßnahmen zu generalisieren, die in mehreren EU-Ländern schon jetzt gegen all jene Personen in Kraft sind, die die Verleumdungen gegen den Sozialismus, wie wir ihn kennen, zurückweisen«, heißt es in dem gestern in Athen veröffentlichten Dokument. Es sei ein Versuch, all jene Menschen strafrechtlich zu verfolgen, die gegen die Entstellungen der Geschichte des Zweiten Weltkrieges, die Verleumdungen der positiven Entwicklungen in den sozialistischen Ländern und die Gleichsetzung von Kommunismus und Faschismus auftreten.

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Proteste gegen »Homo Kommunisten«

usaAls ich vor einigen Tagen die Überschrift “Demonstranten kritisieren Homo-Kommunisten” gelesen hatte blieb mir das Lachen fast im Hals stecken. Als Homo Kommunist wurde der Vorsitzende des Ausschusses für Finanzdienstleistungen- und der Versicherungsbranche, der US “Demokrat” Barney Frank bezeichnet. Es ging um die umstrittene “Gesundheitsreform” in den USA.

Das umstrittene Gesetz wurde am 21. März mit 219 gegen 212 Stimmen vom Repräsentantenhaus gebilligt. Die “Reform” der Krankenversicherung gilt als größtes sozialpolitisches Projekt seit über vierzig Jahren in den USA. Hinkt aber vielen Staaten noch immer weit hinterher.

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Antikommunisten wollen KSCM verbieten lassen

kscmIn der Tschechischen Republik, einem der “Musterländer” der EU in Osteuropa, versucht eine Gruppe rechtsgerichteter Politiker, ein Verbot der Kommunistischen Partei zu erwirken.

Bereits Ende Oktober hatte der Senat bei Anwesenheit von lediglich 38 der 81 Mitglieder einen Bericht angehört, in dem es um die Verfassungsmäßigkeit der KP Böhmens und Mährens (KSCM), der drittstärksten Partei im tschechischen Parlament, ging.

Diese nicht abstimmungsberechtigte Versammlung votierte mit lediglich 30 Stimmen für eine Resolution, in der verschiedene angebliche Verstöße der KSCM gegen die Verfassung festgestellt wurden. So wurde der Partei zum Beispiel ihre marxistische Weltanschauung vorgeworfen, ebenso ihre Position zum Kaukasus-Konflikt. Die Regierung wurde aufgefordert, das Oberste Verwaltungsgericht anzurufen.

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