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Liegt es an den Theolog_innen im «Deutschen Ethikrat»? Jedenfalls bedarf ein intersexuelles Kind, das zu einer geschlechtszuweisenden Operation andere Vorstellungen als seine Eltern hat, offenbar «eines unbenannten Schutzengels», der dafür sorgt, dass vor dem Eingriff ein Familiengericht eingeschaltet wird. So bitter kommentiert die Internationale Vereinigung Intergeschlechtlicher Menschen (IVIM) die einzige konkrete Forderung, die das 25-köpfige Gremium, zu dem auch Vertreter_innen aus Philosophie, Psychologie, Medizin und Rechtswissenschaft gehören, in seiner jetzt im Auftrag der Bundesregierung vorgelegten Stellungnahme zur Situation Intersexueller in Deutschland erhebt. «Grundsätzlich alle nicht lebensnotwendigen Eingriffe zu unterbinden und nur auf dieser Grundlage Ausnahmeregelungen für Jugendliche, die unbedingt selbst eine OP wünschen, zu schaffen, wie es IVIM und andere Inter*-Organisationen fordern, unterstützt der Ethikrat also nicht», kritisiert die Vereinigung. «Außerdem votiert er für die Möglichkeit, die standesamtliche Geschlechtsregistrierung aufzuschieben, und für die Option, ‹anderes›, statt ‹männlich› oder ‹weiblich› eintragen zu lassen. Beides solle aber nur gelten für ‹Personen, deren Geschlecht nicht eindeutig feststellbar ist›. Das bedeutet, dass nur bei vorliegender Intersex-Diagnose diese Optionen offen stünden und weiterhin die Medizin als gatekeeper der Geschlechtsklassifikation fungieren würde.» Weiterlesen »
Aus dem Inhalt: Aleksandra Kollontai / Das schwule Berlin um 1987 / Franz-Josef Degenhardt – Nachruf / Kein Sperma für lesbische Paare / Aus anderen Parteien: Piratenpartei, SPD / Deutsch-Österreichischer AIDS-Kongress / Homosexuelle Paare in Schulbüchern / Louis-Georges Tin für Friedensnobelpreis vorgeschlagen Podgorica: widersprüchliche Studie zu Diskriminierung und LGBT-Personen.Von Zoran Sergievski, Wien Laut einer am Montag veröffentlichten Studie halten 60 Prozent aller Montenegriner/innen Homosexualität für eine Krankheit. 17 Prozent glauben gar, in dem Bergland gäbe es überhaupt keine Homosexuellen. Die Intoleranz gegenüber LGBT-Personen ist laut der Studie am Land und bei Senioren sowie Personen »mit niedrigem Bildungsstand« am höchsten. Toleranter seien Frauen, »höher Gebildete« und »urbane« Personen. Mit letzterem sind vermutlich die Einwohner von Küstenorten wie Herceg Novi sowie der Hauptstadt Podgorica gemeint. Dies ist konträr zu den Balkanmetropolen Belgrad, Split und Zagreb. Dort schlägt Homophobie auch wiederholt in massive, oft von Neonazis und Hooligans ausgehende Gewalt um (siehe Artikel »Tötet die Schwuchtel!«). In Montenegro befürworten »nur« 7 Prozent physische Gewalt gegen LGBT-Personen. Als unser Lehrer und Genosse Hans Heinz Holz am 11. Dezember 2011 starb, haben selbst bürgerliche Medien ihn als einen der letzten ganz großen Philosophen gewürdigt. Doch sein Motto war: «Ich wäre mir selbst widerwärtig, wenn ich mich in meiner Haltung aus Anpassungsgründen anders verhalten würde, als meine Theorie es mir logisch gebietet.» Deshalb galt sein Wirken gerade der «Aufhebung der Philosophie» im politischen Kampf für den Kommunismus. Bis zuletzt arbeitete er als Intellektueller ersten Ranges an der Überwindung der weltanschaulichen Krise, in die der Marxismus-Leninismus nach der Konterrevolution geraten ist, und setzte sich zugleich leidenschaftlich dafür ein, dass die DKP klaren Kurs halte. Eine gut verständliche kurze Einführung zu seinem Leben und Werk bietet das SDAJ-Magazin Position. Ausführlich widmet sich eine gemeinsame Veranstaltung von DKP Berlin, DKP Ruhr-Westfalen, der Tageszeitung junge welt und der Zeitschrift Rotfuchs Hans Heinz Holz und dem, was er uns durch seine Schriften und sein Beispiel für die Zukunft hinterlässt: am Sonnabend, den 25. Februar 2012, ab 10 Uhr in Berlin, Münzenbergsaal im Alten ND-Gebäude, Franz-Mehring-Platz 1 (Nähe Ostbahnhof). Weiterlesen » |
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DKP queer - Kommission des Parteivorstands der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP)
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